Teil eines Werkes 
6. Theil (1832)
Entstehung
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5 90 Kaiſerin! iſt das nicht das Uebermaß der Verzweif⸗ lung? Habe ich nicht vergeblich all mein Blut ange⸗ boten, um den Flecken des Vatermordes und der Un⸗ dankbarkeit auszulöſchen? Habe ich mich nicht gegen den unverzeihlichſten Theil der Anklage, gegen denjeni⸗ gen, welcher mich beſchuldigte, mich gegen das Leben des göttlichen Kaiſers verſchworen zu haben, gerecht⸗ fertigt? Habe ich nicht den Schwur gethan, bei Al⸗ lem, was dem Menſchen am heiligſten iſt, daß meine Abſicht nicht weiter ging, als den Alexius auf einige Zeit von den Beſchwerden der Herrſchaft zu befreien, und ihn an einen Ort zu bringen, wo er ſich der Ruhe und Sorgloſigkeit überlaſſen könnte, während er nichtsdeſtoweniger fortfahren würde im Geheimen ſeine Staaten zu verwalten, indem ſeine heiligen Befehle durch mich bekannt gemacht wuͤrden, wie ſie es immer

zu allen Zeiten und in allen Beziehungen geworden

ſind.

Unſinniger Menſch! ſagte die Prinzeſſin, haſt du dich ſo ſehr dem Throne von Alexinus Comnenus ge⸗ nähert, und von ihm eine ſo falſche Vorſtellung zu faſſen gewagt, daß du ihn für geneigt halten konnteſt, ſich zu einer Puppe herzugeben, mit deren Hülfe du ſein Reich unterwerfen könnteſt? Wiſſe, daß das Blut der Comnene nicht ſo gemein iſt; mein Vater würde deiner Verrätherei mit den Waffen in der Hand wi⸗ derſtanden haben, und nur durch den Tod.deines Wohl⸗