Teil eines Werkes 
6. Theil (1832)
Entstehung
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chen Wunſch zu haben ſchien, unerkaunt zu bleiben. Dennoch erkannte Alexius Comnenus, denn er war es, den Agelaſtes mehr an ſeinem Wuchſe und ſeiner Hal⸗ tung, als an ſeinen Zügen; und er konnte ſich nicht enthalten im Vorbeigehen demſelben folgende ſo be⸗ kannten Verſe in's Ohr zu murmeln, welche eine glück⸗ liche Anſpielung auf die verſchiedenen Fähigkeiten des ſogenannten Weiſen machten.

Grammaticus, rhetor, geometres, pictor, alipes,

Augur, Schoenopates, medicus, magus; omnia novit

Graeculus esuriens; in coelum jufseris, ibit.

Agelaſtes fuhr Anfangs bei dem unerwarteten Tone der Stimme des Kaiſers zuſammen; ſein erſter Ge⸗ danke war, er ſey verrathen. Aber er bekam auf der Stelle ſeine Geiſtesgegenwart wieder, und ohne ſich um die Würde der Perſon, die er anreden wollte, zu bekümmern, ſcheute er ſich nicht durch eine Stelle zu antworten, die dem Kaiſer den Schrecken vergelten ſoll⸗ te, welchen er ihm verurſacht hatte. Die Worte, de⸗ ren er ſich erinnerte, waren Diejenigen, welche der Geiſt der Kleonice in die Ohren des Tyrannen rief, welcher ſie ermordet hatte;

Pu cole justitiam; teque atque alios manet ultor.*)

Dieſer Spruch ſowie die Erinnerungen, welche er erweckte, machten einen tiefen Eindruck auf das Ge⸗

*) Sey gerecht: ein ſtrafender Gott wacht auch uͤber die Koͤnige.