Teil eines Werkes 
6. Theil (1832)
Entstehung
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kred. Der Herzog ließ ihn auch wiſſen, daß er ihm außerdem eine Rüſtung vom härteſten Stahle, welchen Mailand hat liefern können, ſowie ein treffliches Schlacht⸗ roß überſendete, welche beide Gegenſtaͤnde er am Tage des Zweikampfes gebrauchen möchte; denn Bertha hatte ihm berichtet, daß dem Grafen die für einen Ritter nöthige Ausrüſtung mangle. Man führte dar⸗ auf vor das Zelt das völlig gerüſtete Streitroß, das heißt, es war mit ſtählernen Schuppen bedeckt und mit der Ritterrüſtung beladen. Gottfried gab ſelbſt ſeine Zügel in Bertha's Hände.

Fürchte dich nicht es zu beſteigen, ſagte er zu ihr; er iſt ſo ſanft und ſo gelehrig als tapfer und ſchnell. Schwinge dich kühn in den Sattel, und verlaſſe nicht die Seite des edlen Fürſten von Otranto, der getren ein Mädchen beſchützen wird, das heute eben ſo viel Gewandtheit, als Muth und Treue bewieſen hat.

Bertha verneigte ſich tief, und ihre Wangen färb⸗ ten ſich mit lebhafter Röthe, als ſie dieſes Lob aus dem Munde eines Mannes empfing, deſſen Verdienſte und Gaben ſo allgemein geachtet waren, daß ſie ihn zum höchſten Anführer eines Heeres erhoben hatten, welches die tapferſten und ausgezeichnetſten Feldherrn der ganzen Chriſtenheit in ſeinen Reihen zählte.

Wer ſind jene beiden Männer? fragte Gottfried, indem er auf die beiden Gefährten Bertha's deutete, welche er in einiger Entfernung von ſeinem Zelte ſah.

Der eine, antwortete die Angelſüchſin, iſt der Schiſſs⸗