32 herr, welcher mich hierher geführt hat; der andere iſt ein alter Wäringer, welcher mir zum ſchützenden Ge⸗ leit gedient hat.
Da ſie gekommen ſeyn koͤnnen, um ihre Auzen hier, und ihre Zunge auf dem andern Ufer zu ge⸗ brauchen, fuhr der Oberfeldherr der Krenzfahrer fort, ſo halte ich es nicht fuͤr klug, ſie euch begleiten zu laſſen. Sie ſollen euch bald nachkommen. Die Be⸗ wohner von Skutari werden nicht ſogleich einſehen, welches unſre Abſichten ſind, ich wuͤnſche daher, daß der Fuͤrſt Tankred und ſein Gefolge ſie zuerſt von ih⸗
rer Ankunft benachrichtigen moͤgen. Bertha that veiden den Willen des Oberfeldherrn der Kreuzfahrer kund, uhne ihnen den Grund davon . anzugeben. Beide fingen an ſich lebhaft darüber zu beklagen; der Fährmann über die Unterbrechung ſei⸗ ner Tagesgeſchäfte; Osmund über die Verzögerung ſeines Dienſtes. Aber Bertha verließ ſie auf Befehl Gottfrieds, verſicherte ſie jedoch, daß ſie nicht lange in Scutari zuruͤckgehalten werden würden. Da ſie ſich alſo allein gelaſſen fanden, ſo beſchäftigte ſich jeder von ihnen mit ſeiner Lieblingsunterhaltung: der Faͤhr⸗ mann brachte ſeine Zeit damit hin, Alles, was neu für ihn war, zu prüfen; und Osmund, welcher ein ihm von einigen Bedienten angebotenes Frühſtück an⸗ nahm, befand ſich bald einer ſo guten Flaſche rothen Weines gegenüber, daß dieſe Geſellſchaft ihn wohl für


