buchſtäblich vollzogen werden. Aber Peter der Eremit, welcher im Rathe Sitz hatte⸗ und einen großen Ein⸗ fluß genoß, erklärte, daß es nach ſeiner Meinung, da die genaue Erfüllung ihres Gelübdes die Kräfte des Kreuzzuges vermindern würde, unrecht wäre, ſich an die buchſtabliche Vollziehung zu binden, wenn man demſelben vermittelſt einer freieren Erklärung auswei⸗ chen könnte.
Er bot ſelbſt an, das Thier, welches er ritt, das heißt ſeinen Eſel, hinterrücks gehen zu laſſen. Doch wurde er von dieſem Vorhaben durch die Vorſtellun⸗ gen Gottfrieds von Bouillon abgebracht, welcher be⸗ ſorgte, er möge in den Augen der Heiden ein Gegen⸗ ſtand des Anſtoßes werden; aber er hatte ſo wohl geſprochen, daß die Ritter, weit entfernt ſich ein Ge⸗ wiſſen aus dieſem Rückwarſch zu machen, ſich in die Wette die Ehre ſtreitig machten, zu der nach Con⸗ ſtantinopel zurückkehrenden Abtheilung zu gehören, um Zeugen des Kampfes zu ſeyn, und den tapfern Grafen von Paris ſiegreich, wie Niemand bezweifelte, mit der Amazone, ſeiner Gemahlin, zum Heere zurückzuführen.
Das Machtwort Gottfrieds machte dieſem Streit ein Ende. Er wählte ſelbſt die fünfzig Ritter aus, welche den Zug mitmachen ſollten. Er nahm ſie aus den verſchiedenen Völkerſchaften, und gab ihnen den jungen Tankred von Otranto zum Anführer. Gott⸗ fried behielt den Bohemund ungeachtet ſeiner Gegen⸗ vorſtellungen bei ſich zurück, unter dem Vorwande,


