Teil eines Werkes 
6. Theil (1832)
Entstehung
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Wenn wir bei dieſer Gelegenheit jenem Eide aus⸗ weichen können, entgegnete Bohemund, ſo erheiſcht unſere Pflicht, dieſes zu thun. Sind wir ſo ſchlechte Reiter oder ſind unſere Roſſe ſo ſchlecht zugeritten, daß wir ſie nicht hinterrücks bis zu dem Orte der Einſchiffung in Scutariführen könnten? Wir können ſie auch gleichfalls rückwärts in die Schiffe bringen; und wenn wir einmal in Europa ſind, wo wir nicht durch den⸗ ſelben Schwur gebunden ſind, ſo ziehen wir den Gra⸗ fen und die Gräfin von Paris aus aller Gefahr, und unſer Gelübde bleibt unbeſchädigt in der Himmels⸗ kanzlei eingetragen.

Es ſcheint mir, ſagte Gottfried, das heißt der Frage mehr ausweichen als ſie auflöſen. Inzwiſchen ſind ſolche Ausfluͤchte von den gelehrteſten und gewiſ⸗ ſenhafteſten Geiſtlichen zugelaſſen worden, und ich ſcheue mich nicht, den von Bohemund vorgeſchlagenen Ausweg ebenſogut anzunehmen, als wenn der Feind durch einen Angriff auf unſere Nachhut einen Rück⸗ marſch zu einer unumgänglichen Nothwendigkeit machte.

Ein allgemeiner Ruf erhob ſich: Lange lebe der ta⸗ pfere Bohemund! Welche Schande für uns, wenn wir nicht einem ſo tapferen Ritter und einer ſo liebens⸗ würdigen Dame zu Hülfe flögen, wenn dieß ohne Verletzung unſeres Gelübdes geſchehen kann!

In der Verſammlung waren einige, beſonders von der Geiſtlichkeit, welche meinten, der Schwur, wel⸗ cher die Kreuzfahrer auf das Feierlichſte bände, muͤßte