Teil eines Werkes 
6. Theil (1832)
Entstehung
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26 Heeres war durch ſein Gelübde verpflichtet zu ihrer Vertheidigung zu fliegen. Als Gottfried zu reden be⸗ gaun, ſo geſchah dieß über die Schwierigkeit einen Entſchluß zu faſſen, und über die Kürze der Zeit um darüber nachzudenken.

Mit aller Unterwürfigkeit gegen den edlen Herrn Herzog von Bouillon, ſagte Tankred, ich war eher Ritter als Krenzfahrer, und hatte die Gelübde des Ritterthumes früher ausgeſprochen als ich dieſes hei⸗ lige Siunbild auf meine Schulter heftete. Das erſte Gelübde muß auch zuerſt erfüllt werden. Ich werde daher Buße thun, wenn ich augenblicklich das zweite vergeſſen habe, und werde Dasjenige erfüllen, welches mich an die erſte Pflicht der Ritterſchaft erinnert, eine nothleidende Dame zu beſchuͤtzen, welche ſich in den Händen von Leuten befindet, die ich nach ihrem Vetragen gegen ſie und gegen dieſes Heer mit Recht in jeder Hinſicht Verräther und Treuloſe nennen darf.

Wenn mein Vetter Tankred ſein Ungeſtüm unter⸗ drücken will, ſagte Bohemund, und wenn ihr, meine edlen Herrn, geneigt ſeyd meinen Rath anzuhören⸗ wie ihr einige Male zu thun geruhet habt, ſo glaube ich euch ein Mittel vorſchlagen zu können, welches euch erlauben wird, unſere Pilgergefährten in ihrer dringenden Noth zu unterſtützen, ohne in Etwas das geleiſtete Geluͤbde zu verletzen. Ich ſehe einige arg⸗ wöhniſche Blicke nach mir gerichtet; dieſes kommt wahrſcheinlich von der groben Art, womit jener wilde