25 ſammlung; aber die Unterhaltung wurde bald leb⸗ hafter.
Einige der älteſten Ritter des Rathes machten hef⸗ tig das Gelübde geltend, nicht mehr Palaͤſtina den Rücken zu wenden, jetzt wo ſie die Hand an das Werk gelegt hätten, und wurden darin von zwei oder drei Prälaten unterſtützt, welche eben angekommen waren, um an den Verhandlungen Theil zu nehmen. Dagegen waren die jungen Ritter von Unwillen entflammt, als ſie erfuhren, mit welcher Treuloſigkeit man ihren Ge⸗ fährten zurückgehalten hatte, und wenige unter ihnen hätten die Gelegenheit verlieren mögen Zeugen eines regelmaͤßigen Zweikampfes in einem Lande zu ſein, wo ein ſolches Schauſpiel ſo ſelten war, und weil es in ſo geringer Eutfernung Statt finden ſollte.
Gottfried lehnte ſeine Stirne auf ſeine Hand, und ſchien in großer Verlegenheit zu ſein. Mit den Grie⸗ chen zu brechen, nachdem man ſovielen Schimpf ausge⸗ halten hatte, um mit ihnen in Frieden zu bleiben, ſchien eine nicht ſehr politiſche Maßregel, ein Ofer alles Deſſen, was er durch eine lange und beſchwer⸗ liche Geduld hinſichtlich des Alexius Comuenus erhal⸗ ten hatte. Auf der andern Seite war er als Mann von Ehre gehalten, ſich des Grafen von Paris anzu⸗ nehmen, welchen ſeine aufbrauſende und ritterliche Gemüthsart zum Günſtling des ganzen Heeres gemacht hatte. Es handelte ſich auch von der Sache einer ſchönen, einer unerſchrockenen Dame: jeder Ritter des


