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Vermandois, welchen man gewöhnlich den großen Grafen nannte; der eigennuͤtzige und verſchlagene Bohemund; der mächtige Raymund, Graf von der Provence, und mehrere Andere der vornehmſten Kreuzfahrer in mehr oder minder vollſtändiger Ru⸗ ſtung.—
Bertha ließ es ſich nicht an Muth mangeln. Sie trat mit ſchuͤchterner Anmuth auf Gottfried zu, und
haͤndigte ihm den Ring ein, welchen ihr der Edel⸗
knabe wieder gegeben hatte; dann machte ſie ihm eine tiefe Verbeugung und redete ihn mit folgenden Wor⸗ ten an:
Gottfried, Herzog von Bouillon, Graf von Nieder⸗ lothringen, Oberhaupt der heiligen Unternehmung, ſo man Krenzzug nennt; und ihr Alle, ſeine Kameraden, ſeine Gleichen und Gefährten, welcher Titel euch im⸗ mer gebühren mag; von euch verlange ich, die ſchlichte Tochter Englands, die Tochter Engelred's, welcher ur⸗ ſprünglich Franklin in Hampshire, und nachher Häupt⸗ ling der Förſter oder freien Angelſachſen war, unter dem Oberbefehle des berühmten Edrik, verlange ich den Glauben, welcher dem Ueberbringer des Ringes ge⸗ bührt, den ich euch von Seiten eines Herrn überge⸗ ben habe, welcher nicht die niedrigſte Stelle unter euch einnimmt, von dem Grafen Robert von Paris.
Unſerem höchſtachtbaren Mitverbündeten, ſagte Gott⸗ fried, indem er den Ring anſchaute. Ich glaube, meine edlen Herren, daß die meiſten unter euch dieſes Siegel


