Teil eines Werkes 
6. Theil (1832)
Entstehung
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15 ches ihre Unterhaltung, ihr Geſchrei, das Galoppiren, die Wendungen und das Bäumen ihrer Streitroſſe hervorbrachten, ſchien es, als ob die Geſetze der Kriegs⸗ zucht ſie eher aus dem Lager getrieben hätte, als der Schlaf gänzlich den Weindunſt verſcheucht hatte, wel⸗ cher am Abend vorher in ihnen aufgeſtiegen war. So⸗ bald ſie Bertha und ihre beiden Begleiter erblickten, ſo erhoben ſie ein Geſchrei, welches verrieth, daß ſie Italiener waren.-

All' erta! All' erta! Boba de guadagno, ea- meradi!*)

Sie umringten die Angelſächſin und ihre Begleiter, und ſetzten ihr Geſchrei auf eine Weiſe fort, welche ſie in Furcht ſetzte. Was hatte ſie im Lager zu thun? fragten Alle zu gleicher Zeit.

Ich wünſchte den Oberfeldherrn zu ſprechen, ant⸗ wortete Vertha; ich habe eine geheime Botſchaft für ſein Ohr.

Für weſſen Ohr? fragte einer der vornehmſten Rei⸗ ter, ein ſchöner Jüngling von ungefähr achtzehn Jah⸗ ren, welcher vernuͤnftiger zu ſeyn ſchien als ſeine Be⸗ gleiter; welchen unſerer Feldherrn wünſcht ihr zu ſehen?

Den Gottfried von Byuillon, antwortete Bertha.

Ei was! fing der Edelknabe an, welcher zuerſt ge⸗ ſprochen hatte. Mit nichts Geringerem nehmt ihr

*) Munter! munter! da iſt gute Beute, Kameraden!