Teil eines Werkes 
5. Theil (1832)
Entstehung
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S

theuerte, daß er nicht wüßte, ob die Schönheit der Schreibart oder der Heldenmuth in den dargeſtellten Handlungen ihn am meiſten bezauberte? Er theilt alle meine Gedanken, ſieht mit denſelben Augen, liebt mit demſelben Herzen. O mein Vater! unmöglich kann er ſoviel Falſchheit haben! Denket an den Tempel der Muſen, welchem wir ſo nahe ſind.

Wenn ich daran dächte, brummte Alexius ganz in ſich hinein, ſo würde ich an die einzig mögliche Ent⸗ ſchuldigung für ſeinen Verrath denken. Ein wenig Honig kann angenehm ſeyn, aber wenn man einen ganzen Honigkuchen verſchlingen ſoll, ſo bekommt man Eckel. Meine Tochter, ſagte er alsdann ganz laut, tröſtet euch; es hat uns ſelbſt Mühe gekoſtet, dieſer betrübten und erſchrecklichen Wahrheit Glauben zu ſchenken. Allein es iſt Thatſache, daß unſere Leibwa⸗ chen verführt ſind; daß ihr Befehlshaber, der undank⸗ bare Achilles Tatius und der eben ſo verrätheriſche Agelaſtes ſich haben verleiten laſſen, zur Sicherung unſerer Gefangennehmung oder Ermordung mitzuwir⸗ ken. Ach! unglückliches Griechenland! gerade in dem Augenblicke, wo du der zarten Sorge eines Vaters am meiſten bedarfſt, ſollteſt du derſelben durch einen plötzlichen und erbarmungsloſen Schlag beraubt werden.

Hier konnte ſich der Kaiſer der Thränen nicht ent⸗ halten. Es würde ſchwer zu ſagen ſeyn, ob ſie durch den Gedanken an den Verluſt, welchen ſeine Untertha⸗