Teil eines Werkes 
5. Theil (1832)
Entstehung
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92 nen hätten erleiden können oder durch die Bedrohun⸗ gen ſeines eignen Lebens veranlaßt worden waren.

Es ſcheint mir, ſagte Irene, daß Eure kaiſerl. Maj. in Ergreifung von Maßregeln gegen dieſe Gefahr ſehr langſam iſt.

Mit eurer Erlaubniß, meine Mutter, ſagte die Prin⸗ zeſſin, ich möchte eher ſagen, daß mein Vater zu ſchnell iſt geweſen, daran zu glauben. Es ſcheint mir, daß das Zeugniß eines Waringers, obwohl ich ſeiner Ta⸗ pferkeit volle Gerechtigkeit widerfahren laſſe, ein ſehr ſchwacher Beweis gegen die Ehre eures Eidams iſt; gegen die erprobte Tapferkeit und Treue des Be⸗ fehlshabers eurer Leibwache, und gegen das Ur⸗ theil, die Tugend und die tiefe Weisheit des Größten eurer Philoſophen.

Und ſetzet hinzu, ſagte der Kaiſer, gegen die blinde Eigenliebe einer zu gelehrten Tochter, welche nicht ihrem Vater erlauben will, über das zu urtheilen, was ihn ſo nahe angeht. Ich ſage euch, Anna, daß ich ſie Alle kenne, und daß ich weiß, welches Zutrauen man einem Jeden von ihnen ſchenken darf. Ja, ich kenne die Ehre eures Nicephorus, die Tapferkeit und Treue des Akoluthos, die Tugend und Weisyeit des Agelaſtes. Habe ich ſie nicht Alle in meinem Beutel gehabt? Wäre dieſer fortwaͤhrend ſo wohl ge⸗ füllt, und wäre mein Arm ſo ſtark geblieben als vor⸗ mals, ſo würden ſie noch ſeyn, was ſie ehedem waren. Aber die Schmetterlinge entfernen ſich, ſobald es kalt