3¹ lich war, noch ſchwankte, ob ſein Vedenken uͤber ſei⸗ nen Hunger ſiegen ſollten. Indeſſen als er ſie naͤher betrachtete, ſo vereinigten ſich Ausſehen, Geruch und ein Faſten von zwanzig Stunden, um ihn zu uͤber⸗ zeugen, daß die Paſtete vortrefflich war; und als er bemerkte, daß die Schußſel, auf welcher ſie aufgetra⸗ gen worden, noch Winkel darbot, welche noch nicht beruͤhrt worden waren, ſo beſchloß er ſie von dieſer Seite anzugreifen. Er unterbrach bald ſein Werk, um ein Glas ſehr guten Wein zu trinken, welchen eine bei ihm ſtehende Flaſche einlud zuzuſprechen; ein guter Schluck davon gab ihm ſeine ganze gute Laune wieder, und verſcheuchte ſein Mißvergnuͤgen, welches er Anfangs gegen Hereward geaͤußert hatte.
Beim Himmel! ſagte er endlich, ich ſollte mich ſchaͤmen, daß ich ſelbſt die Höflichteit verletze, welche ich Anderen anempfehle. Ich verſchlinge hier, wie ein Flamaͤnder Bauer die Vorraͤthe meines braven Wirths, ohne ihn ſelbſt einzuladen, an ſeinem eignen Tiſche Platz zu nehmen und ſein gutes Mahl mit mir zu theilen!
In dieſer Hinſicht werde ich keine umſtaͤnde machen, antwortete Hereward; zugleich ſenkte er ſeine Hand in die Paſtete und zog ſie ganz voll zurück: ſo griff er den Inhalt mit ebenſo viel Eifer als Gewandtheit, an. Der Graf ſtand bald vom Tiſche auf, weil ihm die barbariſche Art, wie der Angelſachſe aß, aneckelte. Und doch bewies Hereward, indem er jetzt den Edrich


