80 alle Kreuzfahrer gegenwärtig in Aſien ſind, in wel⸗ ches Land ſie gezogen ſind, wie ſie ſagen um es zu erobern; auch iſt auf Befehl des Kaiſers keinem Ein⸗ zigen von ihnen das Mittel gelaſſen, um auf das dieſ⸗ ſeitige Ufer zurückzukehren.
Ach, ach! wie die Welt uns ändert! Ich habe einſt den Sohn des Waltheoff gekannt, der war tapfer⸗ unerſchrocken, großmüthig und ſtets bereit das Unglück zu unterſtützen. Mit denſelben Zügen ſtellte ich mir ihn während ſeiner Entfernung vor. Ich ſehe ihn
wieder und finde ihn kalt, furchtſam und ſelbſtſüchtig!
Stille, Bertha! und lerne den, von dem du ſprichſt, beſſer kennen, ehe du über ihn urtheileſt.— Die Grä⸗ fin von Paris iſt alles, was ich von ihr geſagt habe; und doch mag ſie ſich nur dreiſt in den Schranken ſtel⸗ len. Wenn die Trommete dreimal geblaſen haben wird⸗ ſo wird ihr eine andere antworten und die Ankunft ihres edlen Gemahles verkünden, welcher für ſie kaͤm⸗ pfen wird.— Oder wenn er nicht erſcheinen ſollte, Bertha, nun wohl! ſo will ich der Gräfin ihre Guͤte gegen dich lohnen, indem ich ſelbſt an der Stelle ihres Mannes fuͤr ſie kämpfe.
Willſt du das thun? willſt du es wirklich thun? rief Bertha. Das iſt geſprochen, wie es dem Sohne Waltheoffs geziemt;— dann wirſt du als wahrer Ab⸗ kömmling ſeines Geſchlechtes handeln!— Ich will zu meiner Gebieterin zurückkehren und ſie tröſten; denn
ganz ſicherlich, wenn das Urtheil Gottes ie den Ausgang
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