79 leerer Kinderſchrecken, der mich verkleidet in unſerer
Landestracht ausgehen läßt, welche, wie man ſagt, in
Conſtantinopel geachtet iſt, um die Anführer der Kreuzfahrer von der Gefahr dieſer edlen Dame zu unterrichten, und um von ihrer Menſchlichkeit, ihrem Glauben, ihrer Liebe für die Ehre, ihrer Furcht vor der Schande die Hulfe zu verlangen, deren ſie in die⸗ ſem Augenblicke ſo ſehr bedarf.— Und jetzt, wo ich dich glücklich wieder gefunden habe, wird alles Ueb⸗ rige gut gehen.— Ja, Alles wird gut gehen, und ich will zu meiner Gebieterin zurückkehren um ihr zu ſagen, wen ich getroffen habe.
Warte einen Augenblick, du köſtlicher Schatz, wel⸗ cher mir jetzt wiedergeſchenkt iſt, und laſſe mich ſorg⸗ fältig über dieſe Sache nachdenken.— Dieſe Gräfin iſt Normännin und ſie achtet die Sachſen nicht mehr als den Staub, welchen du aus den Falten ihrer Ge⸗ wänder ſchüttelſt.— Sie betrachtet und behandelt die Sachſen als Heiden und Ketzer. Sie hat es ge⸗ wagt, dir, einer Freigeborenen, knechtiſche Arbeiten aufzulegen.— Das Schwert ihres Vaters wurde bis an den Knauf in das Blut der Angelſachſen getaucht. Das von Waltheoff und Engelred hat ihn vielleicht noch mehr befleckt.— Außerdem iſt ſie eine aufge⸗ vlaſene Thörin, welche ſich die Siegeszeichen und den kriegeriſchen Ruhm anmaßen will, die nur den Män⸗ nern zukommen.— Endlich wird es ſchwierig ſeyn, einen Kaͤmpfer zu finden, um für ſie zu ſtreiten, da


