Teil eines Werkes 
5. Theil (1832)
Entstehung
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76 xotte gemacht haben wurde. Zwar war die Tollheit ihrer jungen Gebieterin fuͤr Bertha nicht anſteckend; aber da ſie Brunhilden zu gefallen wuͤnſchte, und ſelbſt kräftig und ſtark gebaut war, ſo war ſie bald im Stande, bei der abentenerlichen Dame Knappendienſt zu verſe⸗ hen; von Kindheit auf gewöhnt, Blut im Kampfe ſließen zu ſehen, konnte ſie ohne viel Erſchütterung die Gefahren betrachten, welchen ſich Bruuhilde aus⸗ ſetzte; und wenn ſie nur nicht zu außerordentlich wa⸗ ren, ſo ermüdete ſie ihre Gebieterin ſelten mit Gegen⸗ vorſtellungen. Die faſt immer gleiche Gefälligkeit, welche ſie in dieſer Hinſicht zeigte, gab ihr das Recht, ihren Rath bei gewiſſen Gelegenheiten auszuſprechen; und da ſie dieſes immer mit den beſten Abſichten und zu ſchicklicher Zeit that, ſo vermehrte dieſes Benehmen noch ihren Einfluß auf ihre Gebieterin, wogegen ſie denſelben ſicherlich verloren haben würde, wenn ſie ſich in geraden Widerſpruch mit ihr hätte ſetzen wollen.

Einige Worte mehr reichten hin, um den Hereward von dem Tode des Ritters von Aspramont, von der wunderlichen Heirath Brunhilden's mit dem Grafen von Paris, von ihrem Auszuge zur Kreuzfarth⸗ und von den verſchiedenen Ereigniſſen, welche der Leſer ſchon kennt, zu unterrichten.

Hereward verſtand einige der letzten Vorfälle dieſer Geſchichte nicht genau wegen eines leichten Zankes, der ſich zwiſchen Bertha und ihm während dem Laufe die⸗ ſer erhoben hatte. Als ſie die faſt kindiſche Einfalt