Teil eines Werkes 
5. Theil (1832)
Entstehung
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ſes wird einen Streit beendigen, welcher, mit Aus⸗ nahme eurer Perſon, mir nicht ſo wichtig zu ſeyn ſcheint, um den Frieden eures Schloſſes darum zu ſtö⸗ ren. Aus Erkenntlichkeit für dieſe Nachſicht mit ei⸗ nem grundloſen Zweifel wird meine Tochter, wo mög⸗ lich, ihren Eifer und ihre Thätigkeit im Dienſte ihrer jungen Gebieterin verdoppeln.

Die Frau von Aspramont ergriff mit Vergnügen das Mittel, weſches ihr dieſes Anerbirten verſchaffte, um ſich gus der Verlegenheit zu ziehen, und ſo we⸗ nig als möglich ihrer Würde zu vergeben. Wenn der hochwürdige Herr Biſchof einen ſolchen Vergleich billigte, ſagte ſie, ſo würde ſie nichts dawider haben. Der Prälat gab um ſo lieber ſeine Einwilligung dazu, als er wußte, daß die junge Erbin lebhaft wünſchte die Sache alſo endigen zu ſehen. Der Friede war da⸗ her im Schloſſe wieder hergeſtellt, und Bertha nahm ihren neuen Namen Agathe als ihren Dienſtnamen, dagegen nicht als ihren Taufnamen an.

Dieſe Streitigkeit hatte eine unausbleibliche Folge; ſie ſteigerte die Anhänglichkeit Bertha's zu ihrer neuen Gebieterin bis zur Begeiſterung. Mit jener feinen Aufmerkſamkeit anhänglicher Diener und ergebener Freunde ſuchte ſie Brunhilden ſo zu dienen, wie ſie wußte, daß dieſe bedient ſeyn wollte, und folglich gab ſie ſich zu allen ihren ritterlichen Einfällen her, welche jene ſelbſt in ihrem Zeitalter auszeichnete, und welche ſie in unſerem Jahrhunderte zum weiblichen Don Qui⸗