Teil eines Werkes 
5. Theil (1832)
Entstehung
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Und ihr werdet von dieſem tollen Zuge vor Son⸗ nenuntergang zurückkommen, ſagte ihre Mutter.

Der Himmel möge mir in meinem Vorhaben bei⸗ ſtehen, Madame, antwortete die junge Erbin: die Sonne, welche unſere Rückkehr ſehen ſoll, wird weder eher auf⸗ noch untergehen, als bis der Name Bertha's und Brnnhilden's ſoweit bekannt ſind, als die Trom⸗ mete des Ruhmes ihn verkünden kann. Tröſte dich, meine theure Bertha, ſetzte ſie hinzu, und nahm ihre Dienerin bei der Hand. Wenn der Himmel dich dei⸗ nem Vaterlande und dem Geliebten, der dein Wort empfing, entriſſen hat, ſo gab er dir dagegen eine Schweſier und eine Freundin; und dein Ruhm wird ſtets mit dem ihrigen fortleben.

Die Dame von Aspramont war wie vom Donner gerührt. Sie wußte, daß ihre Tochter fähig war, den einmal gefaßten ſeltſamen Entſchluß auszuführen, und daß weder ſie, noch ihr Gemahl im Stande ſeyn wuͤr⸗ den, ſie daran zu verhindern. Sie ſchwieg daher, wäh⸗ rend die ſaͤchſiſche Frau, welche vormals Ulrike, und jetzt Martha hieß, an ihre Tochter das Wort richtete. — Meine Tochter, ſagte ſie zu ihr, wenn du etwas auf Ehre, auf Tugend, auf Dankbarkeit und auf deine eigene Sicherheit hältſt, ſo verhärte nicht dein Herz gegen deinen Herrn und deine Gebieterin, und folge dem Rathe deiner Mutter, welche mehr Erfahrung und Urtheit hat, als du.— Und ihr, mein theures iunges Fräulein, laſſet nicht eure Mutter glauben,