Teil eines Werkes 
5. Theil (1832)
Entstehung
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74 nug Flugheit, um ſich der Nothwendigkeit zu unter⸗ werfen; und ſie erhielt mit allen Foͤrmlichkeiten am Altare den Namen Martha, auf welchen ſie bis an das Ende ihres Lebens antwortete.

Aber Bertha zeigte bei dieſer Gelegenheit eine Charakterfeſtigkeit, welche ſich nicht mit ihrer natür⸗ lichen Folgſamkeit und Sanftmuth vertrug. Sie weigerte ſich hartnäckig, zum zweiten Male in den Schoß der Kirche aufgenommen zu werden, da ihr Gewiſſen ihr ſagte, daß ſie ſchon ihr Mitglied waͤre; auch wollte ſie nicht den Namen, den ſie in der Taufe empfangen hatte, gegen einen anderen vertauſchen. Vergebens waren die Befehle des alten Ritters, ver⸗ gebens die Drohungen der Dame von Aspramont, vergebens verſchwendete ihre Mutter Bitten und Rath. Da ihre Mutter immer inſtaͤndiger in ſie drang, ſo geſtand ſie endlich einen Beweggrund, wel⸗ chen man vorher nicht vermuthet hatte.— Ich weiß, ſagte ſie unter einem Strome von Thraͤnen, daß mein Vater eher geſtorben waͤre, als mich einem ſol⸗ chen Schimpfe ausgeſetzt zu ſehen; und dann wer kann mir verbuͤrgen, daß die einer Saͤchſiſchen Bertha geleiſteten Schwuͤre ihre ganze Kraft behalten werden, wenn eine Franzoͤſiſche Agathe an ihre Stelle getre⸗ ten iſt? Sie koͤnnen mich verbannen, ſetzte ſie hin⸗ zu, mich toͤdten, wenn ſie wollen; aber wenn der Sohn Waltheoff's je die Tochter Engelred's wieder⸗