Teil eines Werkes 
5. Theil (1832)
Entstehung
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dieſer Abſicht bemaͤchtigte er ſich während der Ver⸗ wirrung der allgemeinen Plünderung der jungen Bertha. Bertha ergriff in der hoͤchſten Beſtürzung den Arm ihrer Mutter, und der Ritter von Aspra⸗ mont, welcher ein weicheres Herz hatte, als man ge⸗ woͤhnlich unter einem ſtählernen Harniſch fand, wurde von der Trauer der Mutter und der Tochter gerührt. Er dachte daran, daß die Erſte auch fuͤr ſeine Ge⸗ mahlin nuͤtzlich ſeyn koͤnnte; er nahm ſie daher alle Beide unter ſeinen Schutz, ſchaffte ſie aus dem Ge⸗ draͤnge, und bezahlte einige Soldaten, welche ihm ſeine Beute ſtreitig zu machen ſuchten, theils mit einigen Geldſtuͤcken, theils mit guten Schlaͤgen ſeiner umgekehrten Lanze.

Der gute Ritter begab ſich bald nachher auf den Weg zu ſeinem Schloſſe; und da er ein tugendhafter und wohlgeſitteter Mann war, ſo konnten ſie doch trotz der aufkeimenden Schoͤnheit der jungen Säͤchſin und den reiferen Reizen ihrer Mutter in allen Ehe ren, ſowie in Sicherheit bis zum Schloſſe Aspramont reiſen, welches der gewoͤhnliche Aufenthalt der Fami⸗ lie des Ritters war. Hier nahm man die beſten Lehrer, welche man finden konnte, um BVertha mit allen Eigenſchaften, welche man damals den Frauen gab, auszuſchmuͤcken, weil man hoffte, daß ihre Ge⸗ bieterin Brunhilde den Wunſch nach denſelben Leh⸗ ren bekommen wuͤrde. Dieſer Plan gluͤckte nur halb. Die Saͤchſiſche Gefangene wurde ſehr geſchickt in Mu⸗