Teil eines Werkes 
5. Theil (1832)
Entstehung
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gebrochenen Lanzen ich habe Alles gethan, was man von einem Manne verlangen kann. Ich habe einen Tiger im Zweikampf erſchlagen. Ich habe einen Ge⸗ faͤngnißwaͤchter getoͤdtet. Ich habe ein rieſenhaftes Geſchöpf, das ihn vertheidigte, gebändigt. Ich habe ſoviel Beredtſamkeit gezeigt, daß ich dieſen Wäringer, wenigſtens ſcheinbar, in mein Intereſſe zog. Doch Alles das vermag mir noch nicht die Hoffnung zu ge⸗ ben, daß ich lange zehn oder zwoͤlf ſolcher verwegenen Geſellen, wie mir dieſe Rindfleiſchfreſſer zu ſeyn ſchei⸗ nen, widerſtehen koͤnnte, wenn ſie von einem tollen Kerl mit Nerven und Muskeln, wie die meines bis⸗ herigen Gefaͤhrten ſind, gegen mich geführt wuͤrden Pfui, Robert! ſolche Gedanken ſind eines Abkoͤmmlings von Karl dem Großen unwürdig. Wann haſt du es je in der Art gehabt deine Feinde zu zaͤhlen? Seit wann haſt du dich an Mißtrauen gewoͤhnt? Wer ſich rühmen darf ein zum Betruge unfaͤhiges Herz zu ha⸗ ben, muß ehrenhalber auch am ſpaͤteſten Andere deſſen verdaͤchtig halten. Dieſer Waͤringer hat ein offenes Geſicht; er zeigt in der Gefahr eine bewundernswerthe Faltblütigkeit; er ſpricht mit mehr Offenheit und Frei⸗ müthigkeit, als je ein Verraͤther hat thun koͤnnen. Wenn er mich hintergeht, ſo darf man ſich nicht mehr auf die Hand der Natur verlaſſen, denn ſie hat auf ſeine Stirne das Gepräge der Wahrheit, der Redlich⸗ keit und Tapferkeit gedrückt.

Während Graf Robert alſo über ſeine Lage nach⸗