42 aufgenommen, welcher ſehr befürchtete, man möchte ſeinen Begleiter anhalten und ausfragen. Er führte ihn auf einer heimlichen Treppe in ſein Zimmer, und ließ ihn in eine kleine Kammer treten, wo ſein Knappe ſchlief. Er machte ihm alsdann ſeine Entſchuldigungen, daß er ihn auf einige Zeit allein ließ, und verſchloß dann beim Hinausgehen die Thüre doppelt,— aus Furcht, wie er ſagte es möge einem ungeladenen Gaſte einfallen, hereinzukommen.
Der Graf Robert war zu freimuͤthig, als daß der boͤſe Geiſt des Mißtrauens leicht ſein Herz einneh⸗ men konnte; indeſſen floͤßte ihm doch die von dem Wäringer genommene Vorſicht einige unangenehme Betrachtungen ein.
Es iſt mir durchaus noͤthig, daß dieſer Menſch mir tren bleibt, ſagte er zu ſich: denn ich habe ihm ein großes Vertrauen bewilligt und wenige Soͤldlinge moͤch⸗ ten an ſeiner Stelle daſſelbe ehrenwerth erwiedern: Wer kann ihn abhalten, dem Oberoffizier der Wache anzuzeigen, daß der franzoͤſiſche Gefangene, der Graf Robert von Paris, deſſen Gemahlin verſprochen hat, ſich in den Schranken gegen den Cäſar zu ſchlagen, dieſen Morgen aus den Gefaͤngniſſen des Blakernal entwiſcht iſt, aber ſich Mittags hat übertolpeln laſſen und von Neuem in der Caſerne der Wäringer Leib⸗ wache gefangen ſitzt?— Was habe ich fuͤr Vertheidi⸗ gungsmittel, wenn ich von dieſen Söldlingen entdeckt werde?— Bei der Gunſt unſerer lieben Fran von den


