Teil eines Werkes 
5. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

40 der Sturz ſeines undankbaren Eidams viel beitragen wird. Nun wohl! Herr Graf, fuhr er fort ſich zu dem Kreuzfahrer wendend: da ihr in dieſer Angele⸗ genheit am meiſten betheiligt ſeyd, ſo will ich euren Gruͤnden nachgeben; aber ich hoffe, ihr werdet mir er⸗ lauben, eure Hitze durch einige einfachere und weni⸗ ger ausſchweifende Rathſchläge zu mäßigen. Z. B., eure Entweichung aus den Gefängniſſen des Blaker⸗ nal muß bald bekannt werden. Ich ſelbſt muß aus Klugheit zuerſt davon Nachricht geben, denn ſonſt könnte der Verdacht auf mich fallen. Wo wollt ihr ench nun verbergen? denn ganz gewiß wird man euch überall und zwar mit großer Sorgfalt ſuchen.

In dieſer Hinſicht, antwortete der Graf von Paris, muß ich mich gänzlich auf deinen Rath verlaſſen, und ich bin dir für jede Lüge verpflichtet, welche du für noͤthig erachten kannſt für mich auszuſinnen und zu machen: nur bitte ich dich es ſo wenig als moͤglich zu thun, da dieſes eine Münze iſt, die ich ſelbſt nie⸗ mals verfertigte.

Herr Ritter, erwiederte Hereward, erlaube mir, dir zuvor zu ſagen, daß kein Ritter, der je das Schwert umgegürtet hat, mehr Selave der Wahrheit iſt, wenn man mit ihm wahr iſt, als der arme Soldat, welcher mit dir ſpricht. Aber wenn der Erfolg unſeres Thei⸗ les erheiſcht, keine Offenheit zu zeigen, ſondern die Klugheit durch Liſt einzuſchläfern, und ihre Nerven durch betäubende Mittel zu erſchlaffen, ſo können auch