Teil eines Werkes 
5. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

37

wie ihr es leicht könnt, eine hinreichende Anzahl von ihnen uͤberreden, mit euch hierher zurückzukehren und die Stadt mit einem augenblicklichen Angriffe zu be⸗ drohen, wofern der Kaiſer euch nicht eure, höchſt un⸗ gerechter Weiſe zurückgehaltene Gemahlin zurückgibt, und nicht durch ſein Machtwort dieſen unvernuͤnftigen und unnatürlichen Kampf verhindert.

Wie! du willſt, ich ſoll die Kreuzfahrer erſuchen, ein Gefecht zu verhindern, das geſetzlich vorgeſchlagen und angenommen worden iſt? Glanbſt du, Gottfried von Bynillon würde ſich von ſeiner Pilgerfahrt wegen einer ſo unwürdigen Abſicht abbringen laſſen? Glaubſt du, daß die Gräfin von Paris einen Schritt billige, der auf ewig ihre Ehre beflecken würde, durch den Bruch einer Verbindlichkeit, welche nach ihrer eige⸗ nen Herausforderung eingegangen worden iſt? Nim⸗ mermehr.

In dieſem Falle reicht mein Verſtand nicht aus: denn ich vermag keinen Ausweg zu erdenken, dem nicht auf eine oder die andere Weiſe durch eure tollen und überſpannten Begriffe entgegen gearbeitet wird. Hier iſt ein Mann, welchen die niedrigſte Hinterliſt in die Hände ſeiner Feinde gebracht hat; ſeine Frau iſt das Opfer eines ähnlichen Kunſtgriffes, welcher ihr Leben und ihre Ehre in Gefahr ſetzt; und doch hält er es fur nöthig, hinſichtlich dieſer nächtlichen Verführer dieſelben Regeln zu beobachten, welche nur ſein Be⸗ tragen gegen die ehrenvollſten Männer leiten ſoliten!