33 wiſſen noch nicht, welches das Schickſal des Grafen Robert geweſen iſt; jedoch glaubt mir, ihr thätet weiſe, wenn ihr ihn als nicht mehr am Leben betrach⸗ tetet, und wenn ihr euch einen beſſeren Beſchützer wähltet.
Einen beſſeren Beſchützer! wiederholte die Graͤfin. Ich könnte keinen finden, und wenn ich unter der ge⸗ ſammten Ritterſchaft der ganzen Welt zu wählen hätte!
Dieſer Arm, ſagte Nicephorus ſich aufrichtend, um eine martialiſche Haltung anzunehmen, ſollte die Frage entſcheiden, wenn der Mann, von dem ihr eine ſo hohe Vorſtellung habt, ſich noch auf der Erde befände und in Freiheit wäre.
Du biſt, rief Brunhilde aus, und heftetete auf ihn ihre Blicke, die, wie alle ihre Züge, von dem Feuer der Entrüſtung glühten; du biſt.... Doch es iſt un⸗ nütz dir zu ſagen, was du biſt. Glaube mir die Welt wird eines Tages davon widerhallen, und dich nach deinem wahren Werthe ſchätzen. Jetzt gib Acht auf das, was ich dir ſagen werde: Robert von Paris iſt todt oder irgendwo eingekerkert. Er kann dir da⸗ her das Gefecht nicht liefern, welches du ſo lebhaft zu wünſchen dir das Anſehen gibſt. Aber du ſieheſt hier Brunhilde, geborne Dame von Aspramont, und recht⸗ mäßige Gemahlin des tapfern Grafen von Paris. Kein Mann, mit Ausnahme des gewaltigen Grafen Robert, hat ſie jemals in den Schranken beſiegt; und da du
W. Scott's ſämmtl. Werke. 1673 Boch. 3


