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32 belauſchen, was in dem Gartenhauſe vorging, hatten die darin befindlichen Perſonen, welche ſich nicht be⸗ lauert glaubten, ihre Unterhaltung mit leiſerer, aber lebhafterer Stimme wieder angefangen.
Umſonſt ſucht ihr mich zu überreden, ſagte die Grä⸗ fin, daß ihr nicht wüßtet, wo mein Gemahl gefangen gehalten wird, und daß ihr nicht unumſchränkte Ge⸗ walt habt, ſeine Gefangenſchaft zu beendigen. Wer ſonſt könnte den Gemahl entfernen oder ermorden laſ⸗ ſen, als derjenige, welcher ſeine Frau bewundern will?
Ihr ſeyd ungerecht gegen mich, ſchöne Dame, ant⸗ wortete der Cäſar; ihr vergeßt, daß man mich in kei⸗ ner Beziehung als die Hauptperſon dieſes Kaiſerthums betrachten kann; daß Alexius Comnenus, mein Schwie⸗ gervater, ſein Gebieter iſt, und daß das Weib, wel⸗ ches ſich meine Gemahlin nennt, meine geringſten Schritte mit der Eiferſucht einer Tigrin ausſpähet. Weiche Möglichkeit iſt vorhanden, daß ich die Gefan⸗ genſchaft enres Gemahls oder die eurige befohlen hätte? Der oͤffentliche Schimpf, welchen der Graf von Paris dem Kaiſer angethan hat, war eine Beleidigung, für welche ſich Alexius wahrſcheinlich durch Liſt oder offene Gewalt raͤchen möchte. Ich habe mich darum nur be⸗ kümmert als demüthiger Sclave eurer Reize; und, Dank der Klugheit und Gewandtheit des weiſen Age⸗ laſtes, es iſt mir möglich geworden, euch aus dem Ab⸗ grunde zu reißen, worin ihr ohne dieß unfehlbar un⸗ tergegangen wäret. Wemet nicht, ſchöne Gräfin: wir


