Teil eines Werkes 
5. Theil (1832)
Entstehung
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Meiner Treu! mein Tapfrer, ſagte der Graf, ich muß dir, ehe wir unſeren Beobachtungspoſten wieder einnehmen, ins Ohr ſagen, daß ich noch nie in mei⸗ nem ganzen Leben von einer ſo ſtarken Verſuchung be⸗ fallen worden bin, als ich ſo eben verſpürte, dieſem alten Heuchler den Hirnſchädel zu zerſchmettern, wenn ich eine ſolche Handlung mit meiner Ehre hätte ver⸗ einbaren können. Ich wünſchte von ganzem Herzen, daß du, da dir deine Ehre nicht dieſelbe Behutſamkeit vorſchreibt, einen ähnlichen Drang verſpürt, und dem⸗ ſelben nachgegeben hätteſt.

Einige Gedanken dieſer Art ſind mir durch den Kopf gegangen, antwortete der Wäringer; aber ich will ihnen nicht nachgeben, ſo lange ſie nicht mit unſerer, beſonders aber der Sicherheit der Gräfin, vertraͤglich ſind.

Ich danke dir nochmals für deinen guten Willen hinſichtlich ihrer, ſagte Graf Robert; und beim Him⸗ mel! wenn wir denn endlich gegeneinander kämpfen müſſen, wie es ſehr wahrſcheinlich iſt, ſo ſollſt du in mir einen ehrenwerthen Gegner finden, der dir keine Gnade verweigern wird, wenn das Schickſal des Kam⸗ pfes dir nicht günſtig iſt.

Ich danke dir dafür, erwiederte Hereward; nur ſchweige ums Himmels willen in dieſem Augenblick ſtille; nachher kannſt du alles thun, was du willſt.

Ehe der Graf und der Wäringer ihre frühere Stel⸗ lung am Fenſter wieder eingenommen hatten, um zu