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Aber, edle Dame, ſagte der Cäſar, ein Sterbender darf ſelbſt noch einige ſchwache Hoffnung hegen. Wenn es einige Ausſicht gäbe, daß ein hoher Kriegsruhm jene Zuneigung gewinnen könnte, welche mehr entzo⸗ gen als freiwillig gewährt worden iſt, wie viele Leute würden da mit Eifer in die Schranken treten, um einen ſo ſchönen Preis zu erringen! Welches Aben⸗ teuer wäre zu verwegen, das man unter einer ſolchen Bedingung nicht wagte? Weſſen Herz würde nicht füh⸗ len, daß er bei dem Ausziehen ſeines Schwertes aus der Scheide, um einen ſolchen Preis zu gewinnen, auch das Gelubde thun müßte, es nicht eher wieder einzu⸗
ſtecken, als er ſich mit Stolz ſagen könnte: Was ich
noch nicht erhalten habe, habe ich verdient 2
Ihr ſeht, ſchöne Dame, ſagte Agelaſtes, welcher in der Ueberzeugung, daß die letzten Worte des Nice⸗ phorus einigen Eindruck auf die Gräfin gemacht hat⸗ ten, ſich beeilte ſeine Worte zu überbieten; ihr ſeht daß das Feuer der Ritterlichkeit in dem Buſen der Griechen ebenſo heftig lodert, als in den abendländi⸗ ſchen Völkern.
Ja, antwortete Brunhilde, ich habe von der berühm⸗ ten Belagerung von Troja ſprechen hören, ſowie von dem feigen Schurken, welcher nach dem Raube der Ge⸗ mahlin eines tapferen Kriegers jede Gelegenheit eines Zweikampfes mit ihrem beleidigten Gatten vermied, endlich die Urſache des Todes aller ſeiner Brüder, der Zerſtörung ſeiner Mutterſtadt und des Verluſtes aller


