10 tragen dieſes Menſchen ſeine Aufmerkſamkeit zuwen⸗ den muß; und alsdann mag der Philoſoph ſich tapfer halten, oder beim heil. Dunſtan, der Barbare wirft ihn um! Ich moͤchte nur gerne einen wahnſinnigen Freund aus ſeinen Klauen reißen, der ſeinen verderb⸗ lichen Rathſchlägen Gehoͤr gegeben hat.
Aber was habe ich mit dieſem Menſchen und ſei⸗ nen Anſchlaͤgen zu ſchaffen?
Viel mehr als ihr euch einbildet. Die Hauptſtuͤtze ſeiner Verſchwoͤrung iſt kein Anderer als der Caͤſar ſelbſt, welcher ein treuerer Unterthan des Kaiſers ſeyn ſollte. Aber ſeitdem Alerins einen Sebaſtokra⸗ tor ernannt hat, d. h. einen Staatsbeamten, der an Wuͤrde uͤber dem Caͤſar und dem Throne naͤher ſteht, iſt Nicephorus Briennes unzufrieden und zornig ge⸗ worden; jedoch iſt es ſchwerer zu entſcheiden, ſeit wann er ſich in die Anſchläge des hinterliſtigen Age⸗ laſtes eingelaſſen hat. Soviel aber weiß ich, daß Letzterer ſeit mehreren Monaten freigebig, ſoviel ihm ſein Vermoͤgen erlaubt, den Laſtern und der Ver⸗ ſchwendung des Cäſar Nahrung gegeben hat. Er hat ihn angereizt, die Achtung gegen ſeine Gemahlin zu verlehzen, obwohl ſie die Tochter des Kaiſers iſt, und hat Unfrieden zwiſchen ihn und die. kaiſerliche Fami⸗ lie geſäet. Und wenn Briennes nicht mehr den Na⸗ mon eines vernünftigen Menſchen, wenn er den Ruf eines tapfren Fuͤhrers verloren hat, ſo iſt er ſelbſt daran Schuld, weil er den Rath dieſes verſchmitzten Betruͤgers befolgte.
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