7 den Franzoſen wenigſtens ebenſo unangenehm ſeyn als den Normännern, denn ſie hielten ſchon ſehr viel auf die Vorrechte des Lehnweſen, auf die Mummereien der Wappenkunſt und auf die Auszeichnungen, welche die Ritter als ausſchließliches Eigenthum ihres Stan⸗ des in Anſpruch nahmen.
Hereward war in der That wenig geſchaffen an dieſe Auszeichnungen zu denken, auch hatte er zugleich wenigſtens einen gewiſſen Hang, ſich von dem Glanze des Griechiſchen Reiches, dem er diente, einen hohen Begriff zu machen, ſowie von der Ehrerbietung, die er der Würde des Alexius Comnenns ſchuldig war; eine gleiche Ehrerbietung war er aber auch geneigt den griechiſchen Offizieren zuzugeſtehen, welche unter den Befehlen des Kaiſers das Corps der Wäringer befehligten, beſonders dem Achilles Tatius. Hereward wußte, daß dieſer Letzte ein Feiger war, und er hatte ihn auch im Verdachte eines Menſchen ohne Grund⸗ ſätze. Jedoch war der Akoluthos ſtets der Vertheiler der kaiſerlichen Gnadenbezeugungen, die den Wärin⸗ gern im Allgemeinen, beſonders aber dem Hereward, zugeſtanden wurden, und er gebrauchte immer die Liſt, dieſe Geſchenke als die mehr oder weniger unmittelbare Folge ſeiner Fürſprache hinzuſtellen. Man glaubte, daß er ſich mit Wärme der Sache der Wäringer bei allen ihren Händeln mit anderen Truppen annehme. Er war großmüthig und freigebig, verhalf jedem Soldaten zu ſeiner Forderung, und mit Ausnahme ſeines Mu⸗


