Teil eines Werkes 
5. Theil (1832)
Entstehung
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. 6 Männer ſeines Standes und Landes aus dem Geiſte des Ritterthumes ſchoͤpften. Man konnte den Erſten mit einem Diamanten vergleichen, welcher aus der Grube kommt, ohne von der Hand des Arbeiters ge⸗ reinigt worden zu ſeyn; den Letzteren mit einem koſt⸗ baren verzierten Steine, der rautenformig geſchliffen und künſtlich gefaßt, vielleicht etwas von ſeinem ur⸗ ſprünglichen Stoffe verloren hat, der aber dennoch in den Augen des Kenners mehr Glanz und Schimmer hat, als da er noch nach den Ausdrücken des Stein⸗ ſchneiders im Rohen war. Im letzten Falle war der Werth mehr künſtlich, im erſten mehr natürlich und wahr. Der Zufall hatte alſo augenblicklich in demſel⸗ ben Intereſſe zwei Männer vereinigt, deren im Grunde faſt gleiche Gemüthsarten durch den Einfluß einer Er⸗ ziehung waren umſtaltet worden, welche in ihnen Beiden ſo heftige Vorurtheile hinterlaſſen hatte, daß ſte bei einer Berührung einen Ansbruch befürchten lie⸗ ßen. Der Wäringer unterhielt ſich mit dem Grafen in einem Tone von Vertraulichkeit, der faſt ohne ſein Wiſſen an Grobheit gränzte, und ſagte ihm, obwohl in aller Unſchuld viele Dinge, welche ihm von ſeinem neuen Waffenbruder übel genommen werden konnten. Was indeſſen am meiſten in ſeinem Betragen beleidi⸗ gen konnte, war ein vollſtändiger Mangel an Auf⸗ merkſamkeit fuͤr den Titel derjenigen, mit welchen er ſprach, wobei er die Gewohnheit der Sachſen beobach⸗ tete, von denen er abſtammtez dieſe Anslaſſung mußte