Teil eines Werkes 
4. Theil (1832)
Entstehung
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kühnen Plane Theil genommen haben, auf das Spiel ſetzt? Und warum begebt iht euch in ſo große Gefahr? Um die ſehr ungewiſſe Gunſt einer Perſon zu erhal⸗ ten, welche halb Teufel, halb Weib iſt, und welche, ſie mag nun ſein, was ſie wolle, wahrſcheinlich unſe⸗ ren Entwürfen unheilbringend werden muß, entweder aus Liebe, oder aus Haß. Wenn ſie iſt, wie ihr ſie wünſchet, ſo wird ſie ihren Liebhaber bei ſich behalten, und ihn nicht der Gefahr einer mißlichen Verſchwö⸗ rung ausgeſetzt ſehen wollen; wenn ſie aber ſo bleibt, wie die Welt ſie glaubt, das heißt, ergeben ihrem Manne und treu ihrem am Altare ausgeſprochenen Eide, ſo könnt ihr euch denken, wie ſehr ſie beleidigt werden wird, wenn ihr vor ihr nochmals eine Erklaͤ⸗ rung wiederholt, die ſie ſchon ſo übel aufgenommen hat.

Komme, Alter! du fängſt an zu faſeln, und mitten unter deinen großen Kenntniſſen von ſo vielen andern Dingen haſt du die köſtlichſte vergeſſen, die Kennt⸗ niß von dem ſchönſten Theile der Schöpfung. Be⸗ denke den Eindruck eines Liebhabers, deſſen Würde gewiß nicht gering iſt, und deſſen Aeußeres nichts Un⸗ angenehmes für ein Weib hat, das die Folgen ſeiner Weigerung befürchten muß. Komme, Agelaſtes, ver⸗ ſchone mich mit deinem Gequacke; es iſt von ſo übeler Vorbedeutung als das Geſchrei einer Krähe, welche auf der linken Seite einer hohlen Eiche ſitzt; aber übe deine Redekunſt ſogut als möglich an dem Be⸗