Teil eines Werkes 
4. Theil (1832)
Entstehung
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weiſe, daß ein zaghaftes Herz noch nie bei einer ſchö⸗ nen Dame Glück gemacht hat, und daß derjenige der Würdigſte zum Herrſchen iſt, welcher die Myrten der Venus mit den Lorbeeren des Mars zu verflechten verſteht. Friſch, oͤffne mir die heimliche Thüre, welche dieſe wunderlichen Trümmer mit den Luſtgaͤr⸗ ten verbindet, die den Hainen von Cythere und Naxos gleichen. Ich muß thun was ihr wollt, ſagte der Philoſoph, indem er einen etwas erheuchelten tiefen Seufzer aus⸗ ſtieß.

Holla, Diogenes! rief der Cäſar ganz laut. Wenn du herauf beſchworen wirſt, ſo iſt der böſe Geiſt nicht weit entfernt. Friſch, mein braver Neger, öffne mir die geheime Thüre. Der Teufel iſt ſo nahe, daß er auf den erſten Ton der Steine antwortet.

Der Reger warf zuvor einen Blick auf ſeinen Herrn, welcher ihm bedeutete dem Cäſar zu gehorchen. Diogenes ging alsdann auf eine Stelle in der zertrümmerten Mauer zu, welche mit einigen niedrigen Buſchwerken bedeckt war: er räumte daſſelbe ſorgfältig hinweg, und deckte auf dieſe Weiſe eine kleine unregelmäßig« verſchoſſene Thüre auf, welche vis oben mit großen behauenen Steinen verrammelt war. Der Sklave zog ſie nach⸗ einander heraus, und ſchichtete ſie an der Seite auf, um ſie nachher wieder einzuſetzen. Ich beauftrage

dich, dieſe Thüre zu bewachen, ſagte ihm Agelaſtes,

und daß du Niemanden, der nicht das verabredete