Teil eines Werkes 
4. Theil (1832)
Entstehung
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98 Caͤſar Nicephorus es erfuͤhre, wo kaͤmen wir da hin, wir ſammt unſerer Verſchwoͤrung?

Unſer Leib käme wahrſcheinlich an den Galgen; un⸗ ſere Seelen wuͤrden davon getrennt und befaͤnden ſich auf dem Wege, um Geheimniſſe zu entdecken, welche du bis jetzt ſorgfaͤltig verheimlicht haſt.

Nun wohl, ſoll uns die Kenntniß dieſer Moͤglich⸗ keit nicht vorſichtig machen?

Zu vorſichtigen Maͤnnern, wenn du willſt; aber nicht zu furchtſamen Kindern.

Die Wände haben Ohren, ſagte Achilles mit leiſer Stimme. Ich habe geleſen, daß der Tyrann Diony⸗ ſius ein Ohr*) hatte, welches ihn von allen Geheim⸗ nißen unterrichtete, wovon man in ſeinem Staats⸗ gefängniße von Syrakus ſprach.

Und dieſes Ohr iſt noch in Syrakus. Sage mir, mein hoͤchſtaufrichtiger Freund, fuͤrchteſt du, man moͤge es fuͤr eine Nacht hierher bringen, wie die Lateiner von der Kapelle der heil. Jungfrau zu Lo⸗ retto erzaͤhlen?

Nein; aber in einer ſo wichtigen Angelegenheit kann man nicht zu vorſichtig ſeyn.

Nun wohl, wiſſe denn, du Umſichtigſter unter den

Man gab dieſen Namen einem Gefaͤngniße, welches der Tyrann Dionyſius ſo nach der Gehoͤrlehre hatte bauen laſſen, daß er aus einem Zimmer ſeines Pal⸗ laſtes Alles hoͤren konnte, was darin geſprochen wurde. Dieſe Thatſache iſt nicht ganz ansgemacht.