Teil eines Werkes 
4. Theil (1832)
Entstehung
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97 Jeder ſchien eine ſehr verſchiedene Laune zu haben. Ta⸗ tius war finſter, ſchwermuͤthig und niedergeſchlagen, der Weiſe dagegen beobachtete den ruhigen Gleich⸗ muth, welcher ihm, in gewiſſer Art mit Recht, den Beinamen Elephant zugezogen hatte.

Du biſt jetzt unentſchloſſen, Achilles Tatius, ſagte der Philoſoph, jetzt, wo du dich allen Gefahren aus⸗ geſetzt haſt, welche zwiſchen dir und der Groͤße ſtan⸗ den. Du biſt, wie ein unvernuͤnftiges Kind, das die Schleuſe offnet, um dem Waſſer zum Muͤhlrade Bahn zu machen, und das, anſtatt den gehoͤrigen Ge⸗ brauch davon zu machen, von Schrecken ergriffen wird, wenn es das Getriebe in Bewegung ſieht.

Du biſt gegen mich ungerecht, Agelaſtes, hoͤchſt un⸗ gerecht, ſagte der Akoluthos. Ich gleiche nur dem Seemanne, der zwar zur Abreiſe entſchloſſen iſt, aber doch nicht umhin kann einen traurigen Blick nach dem Ufer zu werfen, das er verlaſſen ſoll, um es vielleicht nie wieder zu ſehen.

Du kannſt Recht haben, alſo zu denken; aber ver⸗ zeihe mir, tapfrer Tatins, wenn ich dir ſage, daß du dieſe Betrachtungen fruͤher haͤtteſt machen ſollen. Der Enkel Algurik's des Hunnen haͤtte die Gruͤnde und Folgen eher berechnen ſollen, als er die Hand nach der Krone ſeines Herrn ausſtreckte.

Stille! ums Himmels willen! rief Tatius und ſah ſich ſcheu um; du weißt, daß dieſes Geheimniß nur uns Beiden bekannt ſeyn darf; denn wenn der W. Scott's ſaͤmmtl. Werte. 1668 Bdchn. 7