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Wenn du, als Freund oder als Feind, auch deine
Hülfe meiner Gemahlin gewähren willſt, welche gleich⸗ falls irgendwo in dieſem ungaſtlichen Pallaſte einge⸗ kerkert iſt; ſo ſey feſt verſichert, daß, welches dein Rang, dein Land, deine Lage iſt, Robert von Paris bereit ſeyn wird, dir nach deiner eigenen Wahl die Hand zum Zeichen der Freundſchaft zu reichen, oder ſie gegen dich im gleichen Kampfe zu erheben. Und das ſoll kein Kampf des Haſſes, ſondern der Ehre und der Achtung ſeyn. Das ſchwöre ich bei der Seele Karls des Großen, meines Ahnherrn, und bei der Ka⸗ pelle meiner Schutzheiligen, Unſerer lieben Frauen von den gebrochenen Lanzen!
Genug! Obwohl nur ein armer Verbannter, ſo fühle ich doch das Bedürfniß, die Gräfin eure Gemah⸗ lin, zu unterſtützen, ſo gut als wenn ich der Erſte in den Reihen der Ritterſchaft wäre z denn wenn Etwas noch die Verpflichtung, Verdienſt und Tapferkeit zu vertheidigen, heiliger machen kann, ſo iſt es, wenn ſich dieſe Eigenſchaften in einer verfolgten und unver⸗ theidigten Frau vereinigt finden.
Ich ſollte jetzt ſchweigen, und deine Großmuth nicht durch neue Bitten ermuͤden. Aber wenn das Glüc nicht deine Geburt begünſtigt hat, da du nicht in den Reihen des Adels und der Ritterſchaft geboren biſt, ſo hat dir die Vorſehung mehr als Gerechtig⸗ keit widerfahren laſſen, indem ſie dir ein Herz be⸗ willigte, worin ſich mehr Ehre findet, als meiſten⸗


