87 gehorſamer Junge, und ich will dir für dieſes Mal die Strafe ſchenken.
Dieſe Anrede ſchien auf den Waldmenſchen Eindruck zu machen. Er ſchien vom Grafen Robert Abſchied nehmen zu wollen, indem er einen kläglichen Blick auf ihn warf, welchen der Graf beim Scheine der faſt erlöſchenden Fackel bemerkte; alsdann ging er auf die Leiter zu, aber mit der Miene eines zum Tode ver⸗ dammten, welcher denſelben Gang thut. Aber ſobald der Graf eine zornige Miene annahm, und ihm ſeinen furchtbaren Dolch zeigte, faßte das kluge Thier auf der Stelle ſeinen Entſchluß, ballte heftig ſeine Fäuſte, um zu zeigen, daß es feſt entſchloſſen ſey, gieng von dem Fuße der Leiter weg, und ſtellte ſich hinter den Grafen von Paris; dabei zeigte er aber die Miene eines Ausreißers, welchem nicht ganz wohlgemuth zu Sinne iſt, wenn er gegen ſeinen alten Gebieter zu Felde ziehen ſoll.
Nach einigen Augenblicken wurde die Geduld des Gefangenwärters erſchoͤpft, und verzweifelnd, daß der Sylvan aus freien Stücken zurückkäme, entſchloß er ſich hinabzuſteigen, um ihn zu holen. Er ſetzte den Fuß auf die Leiter, hielt in einer Hand einen Schlüſ⸗ ſelbund, mit der andern half er ſich hinabzuſteigen, und trug eine Art von Blendlaterne, deren Boden ſo eingerichtet war, daß man ſie wie einen Hut auf dem Kopfe tragen konnte. Kaum hatte er einen Fuß auf den Boden geſetzt, als er von den nervigten Armen


