85⁵ den edelſten Rittern dienen ſollte; zugleich ſagte er ihm, daß er ihm, wenn er einen ſchlechten Gebrauch von ſeiner Güte machte, den Dolch, deſſen Schneide er ſchon geſpürt hatte, bis an das Heft in den Leib ſtoßen würde.
Der Orang⸗Outang hatte ſeine Blicke auf den Gra⸗ fen Robert geheftet, gleichſam als ob er die an ihn gerichteten Worte verſtanden hätte; unter dem Gemur⸗ mel einiger ihm eigenthümlicher Laute bückte er ſich, küßte die Füße des Ritters, umarmte ſeine Kniee und ſchien ihm ewige Erkenntlichkeit und Treue zu ſchwö⸗ ren. Demnach, als der Graf zu ſeinem Bette zurück⸗ gegangen war, und ſeine Rüſtung angelegt hatte um zu erwarten, bis die Fallthüre wieder aufginge, ſetzte ſich das Thier neben ihn, richtete ſeine Blicke nach derſelben Seite, und ſchien geduldig die Oeffnung der Fallthuͤre zu erwarten.
Nachdem ſie alſo beinahe eine Stunde zugebracht hatten, ließ ſich ein leichtes Geräuſch über ihren Kö⸗ pfen vernehmen, und der Waldmenſch zupfte den Fran⸗ ken an ſeinem Kleide, um ihn auf das, was da kom⸗ men würde aufmerkſam zu machen. Man hörte ein Paar Pfiffe, und dieſelbe Stimme, welche früher ge— ſprochen hatte, rief:— Sylvan! Sylvan! was machſt du denn ſo lange da unten? Komme auf der Stelle! oder beim Kreuze, du ſollſt für deine Faulheit bezahlt werden.
Das arme Thier ſchien dieſe Drohung zu begreifen, und bewies dieß dadurch, daß es ſich dem Grafen Ro⸗


