Teil eines Werkes 
4. Theil (1832)
Entstehung
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29 von dem Reichen wie von dem Armen, von dem ho⸗ hen wie niedrigen, von dem geiſtlichen wie von dem weltlichen Stande geſchaͤtzt wird; für deſſen Beſitz das ganze Menſchengeſchlecht Ränke und Argliſt braucht, ſich verſchwört und befeindet, und Leib und Seele in Verdammniß bringt? ſie ſind Narren, vollksmmene Narren, Agelaſtes. Drohungen, Gefahren, Strafen und Züchtigungen, ſind alſo die einzigen Beweisgründe für Menſchen, die über dem allgemeinen Einfluße, der alle Andern beherrſcht, ſtehen.

Sie ſind der Furcht ſo wenig zugänglich als dem Vortheile, ſetzte Agelaſtes hinzu. Sie werden von Jugend auf daran gewöhnt, jene Leidenſchaften zu be⸗ herrſchen, welche auf gewöhnliche Menſchen ſo viel Ein⸗ fluß haben, als die Habſucht, welche vorwärts treibt, und die Furcht, welche zurückhält. Dieſes iſt ſo wahr, daß das, was für andere Menſchen anziehend ſein würde, durch die ſcharfe Bruͤhe einer außerordendli⸗ chen Gefahr gewürzt werden muß, um ſie anzuſpre⸗ chen. So z. B. habe ich dem Helden unſerer Unter⸗ haltung eine Sage von einer Prinzeſſin von Zulichium erzählt: dieſe engelſchöne Jungfrau iſt durch Zauber eingeſchlafen und erwartet den glücklichen Ritter, welcher den Zauber löſen, ſie erwecken und dadurch Herr ihrer Perſon, ihres Königreiches Zulichium, und ihrer unermeßlichen Schäͤße werden ſoll; aber wird Ew. kaiſerl. Maj. es mir glauben? ich konnte ihm kaum zur Anhörung meiner Geſchichte bewegen, und