30 ihm einige Theilnahme für dieſes Adenteuer beibrin⸗ gen, ehe ich ihm verſichert hatte, daß er einen geflü⸗ gelten Drachen zu bekämpfen haben würde, in Ver⸗ gleich mit welchem alle diejenigen, von denen in den Romanen der Franken die Rede iſt, nur Mücken ſind. und brachte dieſer Umſtand unſeren Helden in Be⸗ wegung? fragte der Kaiſer.
Er bewegte ihn dergeſtalt, antwortete der Philo⸗ ſoph, daß er, wenn ich nicht unglücklicher Weiſe durch eine zu lebhafte Beſchreibung die Eiferſucht ſeiner Pentheſilea von Graͤfin rege gemacht hätte, den Kreuz⸗ zug und alles damit in Verbindung ſtehende vergeſſen haben würde, um Zulichium und ſeine ſchlafende Prin⸗ zeſſin aufzuſuchen.
In dieſem Falle, fagte der Kaiſer, haben wir in unſerem Reiche,— einen noch nie gefühlten Vortheil? — eine ungeheure Zahl von Märchenerzaͤhlern, die nicht im Geringſten jene edle, der Franken eigen⸗ thümliche, Verachtung des Goldes beſitzen, ſondern für ein Paar Pfenninge den Teufel anlügen und über den Preis ſchlagen würden, wenn wir durch dieſes Mittel nach dem Seemänniſchen Ausdruck der Fran⸗ ken den Wind abgewinnen könnten. WVorſicht iſt dabei im höchſten Grade nothwendig, entgegnete Agelaſtes. Blos Lügen iſt nicht ſehr ſchwer, man braucht ſich nur von der Wahrheit zu entfernen, es iſt daſſelbe, als mit dem Bogen das Ziel verfehlen, wenn der ganze Himmel nur mit Ausnahme eines


