Teil eines Werkes 
4. Theil (1832)
Entstehung
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22 ſo warfen ſich ein Kammerherr und eine Staatsdame in reicher Kleidung vor ihnen auf die Knie, und lu⸗ den ſie ein ihnen in ein anderes Zimmer zu folgen, um ihren Anzug vor ihrem Erſcheinen vor dem Kai⸗ ſer in Ordnung zu bringen. Brunhilde warf einen Blick auf ihr Gewand und ihre Rüſtung, die von dem Blute des unverſchämten Scythen befleckt waren, und ſo ſehr ſie ſonſt Amazone war, ſo fühlte ſie doch et⸗ was Beſchämung über einen ſo vernachläßigten und für die Umſtände ſo wenig paſſenden Anzug. Die Rü⸗ ſtung des Ritters war ebenfalls voll Blut und in Berwirrung:

Man laſſe Agathe, das junge Mädchen, welches mir als Knappe dient, zu mir kommen, ſagte die Grä⸗ fin. Sie allein iſt gewöhnt mir beim Entwaffnen und Ankleiden behülflich zu ſein.

Gott ſey gelobt! dachte die Staatsdame vom grie⸗ chiſchen Hofe: ich brauche mich nicht mit einem Putze zu befaſſen, zu welchem die nöthigſten Werkzeuge Schmiedehammer und Beißzange ſind.

Man ſage meinem Knappen Marcion, ſprach der Graf, er ſolle mir mein ſilbernes und blaues Panzer⸗ hemd bringen, das ich vom Grafen von Toulouſe in einer Wette gewonnen habe.

Könnte ich nicht die Ehre haben, eure Rüſtung auf⸗ zumachen? ſagte ein koſtbar gekleideter Höfling, der juige Zeichen ſeines Amtes als Waffendiener an ſich