Teil eines Werkes 
4. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

25 2 trug; ich lege ſelbſt dem Kaiſer, deſſen Name ſoll geheiligt werden, die ſeinige an.

Und wieviel Nägel haſt du in deinem Leben vernie⸗ det mit dieſer Hand, die ſtets nur mit Roſenmilch gewaſchen zu werden ſcheint, und mit dem Kinder⸗ ſpiele da? fragte ihn der Graf, indem er eine ſeiner Hände ergriff und auf einen Hammer mit elfenbeiner⸗ nem Stiele und ſilbernem Kopfe deutete, der an ei⸗ nem hirſchledernen, glänzendweißen Schurzfell hing, und das amtliche Zeichen ſeiner Würde war. Der Grieche fuhr beſtürzt zurück. Seine Hand, ſagte er zu einem andern Höflinge, drückt wie eine Beiß⸗ zange.

Während dieſer kleine Auftritt im Verborgenen vor⸗ ging, hatten die Kaiſerin, ihre Tochter und ihr Ei⸗ dam ihre Gäſte verlaſſen unter dem Vorwande ihren Anzug zu wechſeln. Bald darauf erhielt Agelaſtes Befehl, vor dem Kaiſer zu erſcheinen; die beiden Gatten wur⸗ den in zwei verſchiedene Zimmer geführt, welche aber mit einander in Verbindung ſtanden, prachtvoll aus⸗ geſchmückt und für ihren Gebrauch beſtimmt waren. Wir wollen ſie hier einige Augenblicke verlaſſen, wo ſie mit Hülfe ihrer eigenen Diener den Anzug nahmen, welcher ihnen für eine große Gelegenheit am paſſend⸗ ſten ſchien, die griechiſchen Hofbedienten enthielten ſich mit großem Vergnügen einer Arbeit, welche ſie als eben ſo furchtbar betrachteten, als wenn ſie bei dem