Teil eines Werkes 
4. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

18 du rechtmäßig Mann gegen Mann einen Mann von der genannten Wäringer Leibwache bekaͤmpft haſt, wenn Pflicht und Gelegenheit es erlanben; und alsdann möge Gott das gute Recht zeigen!

Da dieſe Unterhaltung in franzöſiſcher Sprache Statt fand, ſo verſtanden ſie die kaiſerlichen Offiziere nicht, welche ſie hören konnten, und die Prinzeſſin, welche mit einigem Erſtaunen das Ende dieſer Unter⸗ redung erwartete, ſagte endlich zum Grafen mit theil⸗ nehmender Stimme: Ich hoffe, ihr ſehet ein, daß die Lage dieſes armen Menſchen ihn in eine zu weite Entfernung von euch ſtellt, als daß ihr mit ihm einen ſogenannten ritterlichen Kampf eingehen könntet 2

Auf eine ſolche Frage, antwortete Robert, habe ich nur eine Antwort zu geben an jede Dame, welche ſich nicht mit einem Schilde bedeckt, wie meine Brunhilde, welche kein Schwert an der Seite hat, und welche kein ritterliches Herz in ihrem Buſen trägt.

Und vorausgeſetzt, auf einen Augenblick, daß ich ſolche Rechte auf ener Vertrauen hätte, was würdet ihr mir antworten?

Ich kann keine großen Beweggruͤnde haben, um es zu verhehlen, Dieſer Wäringer iſt ein tapferer Mann, und hat große Kräfte. Es iſt meinem Gelübde zu⸗ wider ſeine Herausforderung auszuſchlagen; doch viel⸗ leicht vergebe ich meiner Würde, wenn ich ſie aunehme. Aber ſo groß die Welt iſt, ſo würde man doch ver⸗ geblich einen Menſchen ſuchen, welcher je den Robert