17 auf der Stelle zurück und ſagte mit würdevoller Miene: Du kannſt mich nicht beleidigen.
Aber du haſt mich beleidigt, entgegnete der Ver⸗ bannte, und zwar ſo, daß du es nur mit den Waffen wieder gut machen kannſt.
Wo? Auf welche Art? fragte der Graf. Doch es iſt unnütz, an dich Fragen zu thun, auf welche du nicht vernünftig antworten kannſt.
Du haſt heute einen tödtlichen Schimpf einem gro⸗ ßen Fürſten angethan, welchen dein Herr ſeinen Bun⸗ desfreund nennt, und welcher dich mit allen Beweiſen der Gaſtfreundſchaft empfangen hatte. Du haſt ihn beleidigt, wie ſich die Bauern auf dem Jahrmarkte beleidigen; und du haſt ihm dieſe Schande vor ſeinen Prinzen und Feldherrn, und vor den Edelen aller Höfe Eurvpa's angethan. Wenn dein Herr mein Betragen als einen Schimpf
betrachtet hat, ſo konnte er ſeinen Unwillen daruͤber laut werden laſſen.
Aber die Sitten ſeines Landes erlaubten es ihm nicht. Uebrigens halten wir treuen Waͤringer uns durch unſern Eid für verpflichtet, ſo lange wir im Dienſte des Griechiſchen Kaiſers ſind, ſeine Ehre Zoll für Zoll, wie ſein Land Schritt für Schritt zu ver⸗ theidigen. Ich ſage dir alſo, Herr Ritter, Herr Graf, oder welchen andern Titel du dir geben magſt, daß zwiſchen dir und der kaiſerlichen Wäringer Leibwache ſo lange ein Streit auf Tod und Leben beſteht, bis
W. Scott's ſaͤmmtl. Merte. 1668 Bochn. 2


