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Ich kenne ſehr wohl den Stolz, der euch das Herz ſchwellt, antwortete der Wäringer, und den Vorzug, den ihr euch vor denen zuſchreibt, welche im Kriege nicht ſo glücklich als ihr geweſen ſind. Aber Gott er⸗ niedrigt und erhebt uns, und es könnte für die Wä⸗ ringer keine angenehmere Ausſicht von der Welt geben, als wenn ſie ſich Mann gegen Mann mit ihren Nor⸗ männiſchen Unterdrückern oder mit deren gegenwärti⸗ gen Landsleuten, den übermüthigen Franzoſen, in den Schranken fänden; dann möge Gott entſcheiden, wer den Sieg verdiene!
Ihr benutzt unverſchämter Weiſe den Zufall, der euch eine unvermuthete Gelegenheit giebt, einem Man⸗ ne von meinem Range Trotz zu bieten.
Zu meinem Kummer und zu meiner Schande iſt dieſe Gelegenheit nicht vollkommen, und ich bin mit einer Kette belaſtet, welche mir nicht erlaubt, euch zu ſagen: Todte mich, oder ich tödte dich, ehe wir dieſen Ort verlaſſen!
Hitziger Tollkopf! welches Recht kannſt du haben auf die Ehre von meiner Hand zu ſterben? Du haſt den Verſtand verloren, oder dich ſo mit Aele gefüllt, daß du nicht mehr weißt, woran du denkeſt, noch was du ſageſt.
Das lügſt du! ſchrie der Wäringer; obwohl dieſer Vorwurf die größte Beleidigung für deinen Stamm iſt.
Der Franzoſe legte mit einer gedankenſchnellen Be⸗ wegung die Hand an ſein Schwert, aber er zog ſie


