chen Philoſophen gefeiert worden ſind, und weil ſie noch zur Unterſcheidung der Wiſſenſchaften und Künſte dienen, die ſie leiteten— und der Graf findet darin eine ernſtliche Verletzung des zweiten Gebotes! Un⸗ ſere liebe Frau behüte uns davor. Wir müſſen un⸗ ſere Worte abwaͤgen, da ſie ſo ſtrenge gedeutet werden.
Der Graf hörte die Prinzeſſin lächelnd an.
Ich hatte nicht die Abſicht euch zu beleidigen, Ma⸗ dame, ſagte er zu ihr, undich möchte euren Ausdruͤcken keinen Sinn unterlegen der nicht ſehr löblich und un⸗ ſchuldig waͤre. Ich will daher annehmen, daß eure Rede nichts zu Ruͤgendes oder Tadelnswerthes ent⸗ hielt. Ihr gehoͤrt, wie ich erfahren habe, unter die Klaſſe, welche, wie unſer würdiger Bewirther, die Ge⸗ ſchichte und Thaten der kriegeriſchen Zeiten, worin ihr lebet, niederſchreiben, und ſie der Nachwelt über⸗ liefern, damit ſie dieſelbe zu ähnlichen Großthaten er⸗ muntere. Ich achte das Geſchäft, dem ihr euch ge⸗ weiht habt, und ich kenne nichts Beſſeres, was eine
Dame thun könnte um die Erkenntlichkeit zukünftiger
Jahrhunderte zu verdienen, wofern ſie nicht gar, wie meine Gemahlin Brunhilde, ſelbſt die Großthaten voll⸗ bracht hätte, die ſie beſchreibt.— Und dabei will ich bemerken, daß ſie in dieſem Augenblicke ihren Tiſch⸗ nachbar anſteht, als ob ſie aufſtehen und ihn verlaſſen wollte. Sie eilt, nach Conſtantinopel zu kommen, und mit eurer Erlaubniß, Madame, ich kann nicht zugeben, daß ſie allein dahin gehe.


