Teil eines Werkes 
3. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

102 derſelben jene Gegenden als Vaſallen Sr. Kaiſerl. Majeſtaͤt in Beſitz zu nehmen.

Wir ſind erfreut wuͤrdiger Agelaſtes, ſagte die Kai⸗ ſerin, daß ihr euch denjenigen guͤtig erweiſet, welche alſo dem Kaiſer ihre Ehrfurcht bezeigen wollen, ja wir ſind ſelbſt geneigt, uns mit ihnen zu unterhal⸗ ten, damit unſre Tochter, welche Apollo mit der ſelte⸗ nen Faͤhigkeit begabt hat, Alles, was ſie ſiehet, wuͤr⸗ dig zu beſchreiben, eine jener abendlaͤndiſchen Krie⸗ gerinnen kennen lerne, von welchen uns das Ge⸗ ruͤcht ſo ſeltſame Dinge berichtet hat, und die wir ſo wenig kennen.

Madame, ſagte der Graf, ich muß euch offen er⸗ klaͤren, was ich an der Auseinanderſetzung dieſes Greiſes uͤber die Beweggruͤnde unſeres Hierſeins auszuſetzen finde. Es iſt gewiß, daß wir keine Lehns⸗ leute von Alerius ſind, und daß wir keine Luſt hat⸗ ten es zu werden, als wir das Geluͤbde thaten nach Aſien zu ziehen. Wir ſind nur dazu bewogen wor⸗ den, weil wir erfahren hatten, daß das gelobte Land von dem Griechiſchen Kaiſerthume losgeriſſen worden iſt durch die Heiden, die Tuͤrken, die Sarrazenen und andere Unglaͤubige, von welchen wir es wieder zu erobern vorhaben. Die weiſeſten und verſtaͤndigſten Fuͤhrer unter uns haben es fuͤr nothwendig gehal⸗ ten, die Herrſchaft des Kaiſers anzuerkennen, weil das einzige Mittel, ſicher unſer Geluͤbde zu erfuͤllen, in der Leiſtung des Huldigungseides beſtuͤnde, indem