Teil eines Werkes 
3. Theil (1832)
Entstehung
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99 Vater, ſagte Graf Robert; habt ihr eine Gefahr zu befuͤrchten? Zweifelt ihr, daß wir euch beſchuͤtzen koͤnnten?

Nein, antwortete Agelaſtes, eure Gegenwart wuͤr⸗ de mir in allen Gefahren Beruhigung einfloͤßen. Die Toͤne, welche ihr vernehmt, erregen Achtung und nicht Furcht. Sie verkuͤndigen, daß einige Glieder der Kaiſerlichen Familie meine Gaͤſte ſeyn werden. Aber fuͤrchtet nichts, meine edlen Freunde: Diejeni⸗ gen, deren Blick das Leben iſt, ſind bereithihre Gunſt⸗ bezeigungen im Ueberfluſſe auf ſo ehrenwerthe Fremd⸗

linge, als ſie hier finden werden, auszuſchuͤtten. In⸗ deſſen meine Stirne muß die Schwelle meiner Thuͤre beruͤhren, um ihnen den gebuͤhrenden Empfang zu bereiten. Bei dieſen Worten ſchritt er raſch auf die aͤußere Thüre des Gebaͤudes zu.

Jedes Land hat ſeine Gebraͤuche, ſagte der Graf, indem er ſeinem Wirthe folgte, und Brunhilden am Arme fuͤhrte, und ſie ſind ſo verſchieden, daß man ſich nicht wundern darf, wenn jedes Land die Sitten der anderen ſeltſam findet. Indeſſen aus Ge⸗ fälligkeit für unſern Wirth will ich meinen Helmbuſch ſo tief ſenken, als es erforderlich ſcheint.

Bei dieſen Worten waren ſie dem Agelaſtes in das

Vorzimmer nachgegangen, wo ſie ein neues Schau⸗ ſpiel erwartete.