92 nicht die ſchuldige Ehrfurcht bewies, und der wegen dieſes Vergehens in die Afrikaniſchen Sandwüſten ver⸗ ſtoßen, und verdammt wurde, der Vater eines Ge⸗ ſchlechts zu werden, das den Nachkommen ſeiner ehrer— bietigeren⸗Brüder dienen ſollte.
Der Ritter und die Graͤfin betrachteten mit Er⸗ ſtaunen das ſeltſame Weſen, welches vor ihnen ſtand und dachten wahrſcheinlich nicht die Wahrheit des Ge⸗ ſagten in Zweifel zu ziehen, da es von ihren Vorur⸗ theilen ſchon zum Voraus beſtätigt war. Im Gegen⸗ theile vermehrte ſich noch ihre hohe Vorſtellung, welche ſie von ihrem Bewirther gefaßt hatten, dadurch, daß ſte bei ihm ſehr ausgedehnte Kenntniſſe vorausſetzten.
Es iſt für einen menſchenfreundlichen Mann, fuhr Agelaſtes fort, wenn er im Alter oder in Krankheiten zu dem Dienſte Anderer ſeine Zuflucht nehmen muß (was unter allen anderen Umſtänden nicht zu recht⸗ fertigen iſt) erfreulich, ſeine Gehülfen unter einer Art Weſen zu wählen, welche vom Augenblicke ihrer Ge⸗ burt an zur Knechtſchaft beſtimmt ſind; dieſen thun wir daher kein Unrecht an, wenn wir ſie als Sklaven gebrauchen, im Gegenkheil erfüllen wir dadurch in ei⸗ ner gewiſſen Hinſicht die Abſichten des großen Weſens, welches uns Alle geſchaffen hat.
Iſt dieſes Geſchlecht, deſſen Schickſal ſo beſonders unglücklich iſt, zahlreich? fragte die Gräfin. Ich hatte bis jetzt geglaubt, daß die Geſchichten von ſchwarzen


