Teil eines Werkes 
3. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

87 mich zu thun, was nicht eines Soldaten würdig iſt, und ich werde die Welt von einem alten Schwätzer befreien.

Bei dieſen Worten ſtreckte er den Arm aus, um den Schleier der Gräfin zu lüften. Mit der Behen⸗ digkeit, welche der häufige Gebrauch der Waffen dieſer kriegeriſchen Dame zu eigen gemacht hatte, entzog ſie ſich der Hand des Barbaren, und ſtreckte ihn mit ei⸗ nem einzigen Hiebe ihres wohlgeſchaͤrften Schwertes todt zu Boden. Der Graf ſprang auf das Pferd des Häuptlings, welcher herabgeſunken war; und mit ſei⸗ nem Schlachtrufe Sohn Karls des Großen, zur Hülfe! ſtürzte er ſich mitten unter die Seythen, nachdem er die Strei'vt, welche er an dem Sattel⸗ bogen hängend, vorfand, ergriffen hatte. Er benutzte ſie ſo gut und mit ſo wenig Bedenken, daß er alle Gegenſtände ſeines Zornes toͤdtete, verwundete oder in Flucht trieb, und nicht einer von ihnen dachte ei⸗ nen Augenblick daran, die gemachte Drohung zu voll⸗ ziehen.

Die verächtlichen Tölpel! ſagte die Gräfin; es ſchmerzt mich, daß nur ein Blutstropfen dieſer Feigen die Hände eines edlen Ritters beſudelt. Sie nennen jene Uebung ein Turnier, obwohl ſie dabei keine Schläge ausfuͤhren, als wenn ſie den Rücken wenden; nicht Einer hat den Muth, ſeinen Strohhalmen zu werfen, wenn er einen Andern auf ſich zielen ſieht.

Dieß iſt ihr Gebrauch, wenn ſie ſich vor ſeiner kai⸗